Jan Thiel erklärt, warum von WLWP beherbergte Seiten dank einem Zusammenspiel spezieller Caching-Lösungen besonders schnell sind (und was du machen kannst um diese Lösung für dich zu nutzen).

Um es kurz zu machen: Vermeide – wo immer möglich – PHP auszuführen und sorge dafür, dass möglichst viel auf der Server-Ebene „geregelt“ wird. Das gilt auch / vor allem für das Caching.

Transkript des Videos

Wir setzten Caching an jeder der möglichen Stellen ein. Dazu verwenden wir das Plugin W3 Total Cache, jedoch nur zu einem sehr kleinen Teil. Erstens wird die Frage da sein: „W3 Total Cache? Die anderen Caching-Lösungen, die sind doch super, die können doch alles?“

Prinzipiell stimmt das. Nun nehme ich mir aber die Kette der Anfrage vom Browser zum Webserver, PHP, WordPress, Datenbank. Wo läuft denn W3 Total Cache? W3 Total Cache läuft im PHP. W3 Total Cache ist ein Stück von WordPress. Wenn ich optimal cachen möchte, möchte ich aber die Anfragen von WordPress fernhalten.

Jedes Stück PHP Code, das läuft, ist erstmal ein Problem, also es erzeugt Last. Es ist vergleichsweise langsam. Ich möchte also eigentlich nicht mal, dass die Anfragen bei W3 Total Cache ankommen. Dafür gibt es bei W3 Total Cache einige sehr interessante Ansätze, sehr interessante Funktionen. W3 Total Cache macht es dir einfach, Object Caching zu benutzen oder Datenbank-Caching oder auch das ganze Seitencaching.

Jedoch – und da kommt der Punkt – man kann einen Großteil dieser Funktionen auch realisieren, indem man sie mit dem Server auf Betriebssystemebene abbildet. Indem man den Webserver konfiguriert und einen Varnish Server davorsetzt. Und wenn ich diese Komponenten, diese Funktionen auf Ebene des Betriebssystems, bzw. auf Server-Ebene abbilde, sind die einfach um ein Vielfaches schneller, als die PHP Software W3 Total Cache jemals sein kann.

In diesem Sinne verwenden wir W3 Total Cache, um einige dieser Funktion noch weiter zu optimieren, um weiter abzurunden. Die meisten Funktionen, die so ein Plugin bietet, haben wir aber bereits auf Server-Ebene abgebildet. Sprich, das was dort an Funktionen inhaltlich geboten wird, kann man deutlich besser und schneller abbilden, aber auch komplizierter, mit mehr Wartungsaufwand verbunden. Ausserdem muss das entsprechende Know-How da sein.

Wir können uns das leisten, weil wir unsere Server tatsächlich nur auf WordPress optimieren. Alles, was wir dort tun, ist nur dazu gemacht, um WordPress zu betreiben. Auf einem geteilten Server ist eine Lösung wie W3 Total Cache ein super Weg, um noch viel Leistung rauszuholen.

Man darf sich da aber nichts vormachen, W3 Total Cache ist kein Allheilmittel. Das sind die anderen Caching Plugins jedoch auch nicht. Es ist wie ein großes Zahnrad. Die Seiten müssen zusammenspielen, sie müssen ineinandergreifen. Ist das nicht der Fall, bringt Euch auch das beste Caching-Plugin nichts.

Wenn der Server nicht mit dem arbeitet, was dort zum Beispiel von W3 Total Cache bereitgestellt wird, dann mögt Ihr zwar die entsprechenden Häkchen setzen und auf „Speichern“ drücken, die WordPress Performance steigert sich dadurch aber nicht. Das ist sehr schade, aber einer dieser gefährlichen Trugschlüsse.

Deswegen: Plugins in WordPress sind nett, der wahre und einzig sinnvolle Weg ist aber, diese Optimierung bereits vor WordPress durchzuführen. Das ist das, was wir umsetzen und anbieten und bereits in unseren Standardprodukten komplett integriert haben.

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